12.02.2018

FC St. Pauli - TSV Altenholz 20:13 (11:8)

Heimspiel am 10.02.18, 16:00 Uhr in der Buda

Das böse Wort mit „B“

oder: „Wenn das Kind nicht schwimmen kann, liegt es an der Badehose!“ (sagt Louisas Papa)

 

Eigentlich wollte ich ja keine Spielberichte mehr schreiben, in denen dieses böse B-Wort eine Hauptrolle spielt. Eigentlich hat dieses Wort eine Hauptrolle auch gar nicht verdient!

Ich meine, jetzt grad läuft doch Olympia: Habt ihr schon mal in einem Interview eines Silbermedaillen-Gewinners so etwas gehört wie: „Der andere hatte viel besseres Skiwachs!“ oder „Die Siegerin hat ja auch eine bessere Schleifmaschine für ihre Schlittschuhe! Da konnt ich ja gar nicht gewinnen!“?   Nein, ich denke nicht!

 

Wenn in einer „renommierten“ Schleswig-Holsteiner Zeitung (Eckernförder Zeitung) aber mehr oder weniger behauptet wird, unser derzeitiger Tabellenplatz läge hauptsächlich an der Tatsache, dass wir zu Hause ohne das Wort mit „B“ spielen, dann fällt es mir schon relativ schwer, dass einfach zu ignorieren!

 

Ich zitiere: Für Berger (Anm. Trainer Altenholz) – und viele andere Handballer – ist das Spiel ohne Haftmittel ein komplett anderes. So überrascht es auch nicht, dass der FC St. Pauli bisher alle Heimspiele, bis auf die Partie gegen den Tabellenführer Alstertal-Langenhorn, gewonnen hat. (Quelle: https://www.shz.de/19045166 ©2018)

 

Stimmt! Haben wir. Aber ist das eure einzige These, warum wir auf dem dritten Tabellenplatz stehen? Ich hätte da noch ein paar andere:

 

  1. 1. Wir konnten auch die Mehrzahl unserer Auswärtsspiele gewinnen, und zwar mit (teilweise sehr viel) Backe.
  2. 2. Wir schaffen es nämlich, uns auf veränderte Wurfbedingungen (ohne dafür trainieren zu können) im Spiel einzustellen.
  3. 3. Wir sind mit der identischen Mannschaft in der letzten Saison (auch ohne Heim-Backe) nur knapp dem Abstieg entkommen. Also sind wir entweder besser geworden (weil z.B. eingespielt) oder alle anderen Mannschaften einfach schlechter. Oder beides.
  4. 4. Wir haben eine gute Abwehr und starke Torhüter, das geht auch ohne Backe!

 

Ja, auch für uns ist der Saisonverlauf (nicht nur unserer) überraschend. Aber das alles nur an der Backe festmachen? Bisschen einfach oder?

 

Also liebe SHZ, vielleicht einfach mal andere Druckertinte kaufen, dann werden eure Berichte ja ggf. auch etwas vielschichtiger! (Ist ja euer Argumentationsniveau, oder?)

 

Leider benutzt aber nicht nur die „Presse“ die Backefreiheit unserer Halle als Ausrede.  Zitat: „Das Backeverbot beim Gegner setzt nicht nur den Altenholzerinnen zu. Berger sagt: „Meine Spielerinnen hassen es. Ich denke, dass es auch nichts nützt, in der Woche vor dem Spiel ohne Backe zu trainieren, denn man lernt es sowieso nicht durch zwei Einheiten.““ (Quelle: https://www.shz.de/19045166 ©2018)

 

Lernen??? Sollte nicht jede deiner Spielerinnen in der E- bis mindestens B-Jugend gelernt haben, wie man ohne Backe den Ball richtig wirft? Alles andere ist eine Frage der Gewöhnung. Und gewöhnen kann man sich an ungewohnte Balloberflächen schon relativ schnell, gelingt uns auswärts ja auch irgendwie. 

 

Und wenn ein Aufsteiger (TuS Esingen) nach einer Niederlage gegen uns Folgendes auf seiner Facebook-Seite postet:

„Haftmittel / Backe / Harz / Patte / Bapp... OHNE ist ein Handballspiel KEIN SPIEL“ (Quelle: Facebook TuS Esingen 1. Damen) ist das ja schon fast wieder niedlich.

  1. 1. spielt ihr in den letzten Jahren in der Hamburgliga immer mal wieder ohne Backe und solltet also dran gewöhnt sein (b.t.w. spielen alle Mannschaften unterhalb der Oberliga dann kein Handball, or what?) und 
  2. 2. haben wir im Hinspiel bei euch mit eurer heißgeliebten Backe trotzdem deutlich gewonnen. Das Argument zieht also nicht!

 

Jetzt könnte man natürlich sagen: Warum regen die St. Paulianerinnen sich denn eigentlich darüber so auf? Ist doch egal! Lass die doch labern...mimimimimimi...

 

Ganz einfach: Wenn eine Mannschaft und ihr Trainerteam sehr viel dafür tut und sehr viel Zeit investiert, um eine gute Saison zu spielen, dann ist es einfach nicht gerecht, die Leistung der Mannschaft auf eine Hallennutzungsordnung zu reduzieren!

 

Und im übrigen haben wir es uns nicht ausgesucht, ohne Backe zu spielen, um einen Vorteil zu haben. Anders als die Mannschaften, die gegen uns bei Auswärtsspielen besonders viel Backe nehmen, um uns zu verunsichern. DAS ist dann nämlich wirklich kein Handballspiel, wenn bei beiden Teams die Pässe alle auf Kniehöhe ankommen... 

 

So, und nun hab ich gar keinen großen Bock mehr, noch viel über das eigentliche Spiel gegen Altenholz zu schreiben. Wir haben gewonnen. Deutlich. 20:13! Weil wir einfach das bessere Team an diesem Tag waren, ganz einfach!

 

Forza, eure 1. Frauen

 

 

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