24.09.2018

We‘ll Never Play Alone

Lang ist‘s mittlerweile her, dass unsere 1. Männer von ihrer Reise nach Ruanda zurückkehrten und eine zunächst wage Idee einer Grenzen überwindenden Kooperation mit der Gorillas Handball Academy in Kigali tatsächlich in die Tat umsetzten. Zurück kamen die Jungs mit ganz viel Begeisterung von der Gastfreundschaft, Freude am Sport und dem Engagement der Menschen vor Ort, mit begrenzten Möglichkeiten das Maximum herauszuholen, um den Handball so zu fördern und zu entwickeln, wie sie es tun. Eine erfolgreiche Projektwoche mit Trainer-Workshops, Freundschaftsspielen, einem Jugendturnier und Schulbesuch brachten viele Erkenntnisse, einen großartigen Austausch und neue Freunde hervor.

Es blieben ganz viele positive Erinnerungen – und eine bedrückende negative. Auffällig während der Zeit in Ruanda war die riesige Begeisterung an Bewegung und Sport und sich auszupowern, aber auch die nicht dazu passende mangelnde Trinkwasserversorgung an den Spielstätten in Kigali und in der Schule der Gemeinde Mwendo. Die Jungs waren sich einig, dass sich das ändern sollte – um die Grundvoraussetzung zu schaffen, die man zum Leben braucht und ohne die darüber hinaus eine Entwicklung einer Sportart nicht möglich ist.

Um das zu schaffen, wurde der Verein We‘ll Never Play Alone St. Pauli e.V. gegründet und Viva con Agua konnte als Partner und Berater gewonnen werden – schließlich hat niemand aus der Mannschaft bisher Erfahrungen mit einem solchen Vorhaben. Projektdurchführer vor Ort ist die Organisation Agro Action Rwanda (AAR), die aus der Welthungerhilfe entstanden ist und seitdem – unter anderem in Zusammenarbeit mit VcA - bereits einige Projekte erfolgreich umsetzen konnten. Seitdem laufen viele Gespräche, Pläne über das genaue Bauvorhaben werden entwickelt und Ideen zum Fundraising werden gesammelt. Sogar ein zweiter Besuch in Ruanda, die Besichtigung der genauen Orte für potentielle Bohrlöcher und wertvolle Gespräche mit AAR konnten realisiert werden.

Mittlerweile steht der Plan: Zunächst werden im sogenannten Capacity Buildung Workshops zur nachhaltigen Nutzung und Wartung der Trinkwasseranlage sowie klare Regeln und Verantwortlichkeiten trainiert und festgelegt, außerdem gibt es generelle Schulungen zur Hygiene und sanitären Anlagen. Anschließend wird in der Schule, in unmittelbarer Nähe des Sportplatzes, ein Brunnen gebohrt. Von dort werden mithilfe eines großen Tankes und eines Pipeline-Systems zwei Wasserentnahmestellen eingerichtet, sodass die ausreichende Wasserversorgung an der Schule und der anschließenden Community sichergestellt sind.

Nun beginnt damit die größte Herausforderung: die Finanzierung des Projekts. Denn eins ist klar, die benötigte Summe von 85.000 Euro können wir nur gemeinsam stemmen. Besucht die Seite des neuen Vereins, informiert euch über das Vorhaben und klickt euch durch, um zu sehen, welche Möglichkeiten des Supports es gibt: www.neverplayalone.info

No water, no sports!

Zurück