2025-11-11 00:39

FC St. Pauli 4 - TH Eilbeck 4 23:31 (11:13)

(9.11.2025, 20:30 + 10, Budapester Straße)

Schlechter

Ich weiß nicht wann
Es war auf einmal da
Zuerst in der Ferne
Und plötzlich ganz, ganz nah

Superpunk – Ich find alles gut

Ihr denkt, es gebe keine Gerechtigkeit mehr?

Ich sage euch: Es gibt noch Gerechtigkeit!

Ich denkt, ehrliche, harte Arbeit lohne sich nicht mehr?

Ich sage euch: Harte Arbeit lohnt sich noch.

Sehet den TH Eilbeck, wie er sich am Sonntag ins Spiel geackert hat, Zentimeter um Zentimeter, ohne eitlen Seitenblick auf die Ergebnisanzeige, stur und gewissenhaft, bescheiden die Dinge spielend, die die Mannschaft kann. Wieder und wieder und wieder.

Und es hat sich gelohnt. Oh, wie es sich gelohnt hat! (Junge, Junge! Das hat sich vielleicht gelohnt!)

Einen satten Scheffel voll der süßen Tordifferenz schüttete Fortuna an diesem späten Handballabend über die Eilbecker aus. An einem Herbstsonntag, da trügerisch die letzten Lichter des Doms den Trinker am Tor der Buda lockten, reflektiert von Wolken, fast so tief wie unser Tabellenplatz.

Doch auch wir haben gewonnen an diesem Tag der Gnade. Und ich spreche nicht von der Schokobanane, die nachts um halb elf sicher deutlich frischer ist als am nächsten Tag um drei. Ich spreche von dem bittersüßen Schluck der Erkenntnis, den die dumme Fortuna uns statt Punkten mitgebracht hat. Der uns reicher macht in dem Wissen, daß dieses Jahr echt häßlich werden kann, wenn wir uns nicht zusammenreißen. Daß wir nicht einfach unseren Stiefel runterspielen können, sondern daß wir ihn über sechzig Minuten verdammt gut runterspielen müssen, vorne wie hinten, an jedem verdammten Spieltag, wenn wir nicht eine extrem gruselige Saison erleben wollen.

Dafür bin ich dankbar. Denn ist es nicht die Hoffart, die uns schwach macht und die Demut, die uns stärkt? Oder macht uns die Bionade schwach und das Malzbier stärkt uns? Vielleicht stärkt uns auch die Banane, während ein Döner mit Knoblauchsoße kurz vor dem Spiel recht schwer im Magen liegt.

Doch ich will nicht abschweifen. Eine neue Liebe mag wie ein neues Leben sein. Aber jedes Spiel ist wie eine neue Liebe: du raufst dich zusammen oder du kuckst in die Röhre.

(arne)

Es spielten: Hansi (Tor), Kurt (Tor), Hendrik, Nils, Mo, Michael H., Luis, Michael „Michel“ S., Holger, Max, Marvin, Nicolas, Lukas, Simon, Arne, Alv; auf der Bank: Wilde (Coach), Felix (Coach)

 

Bilder: @malenas_blinkwinkel

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