24.09.2019

FC St. Pauli 2 - SG Altona 3 27:21 (11:7)

Heimspiel Budapester Straße, 21.09.19, 18.00 Uhr

Graue Haare für den guten Zweck

Was draußen drauf steht, ist nicht immer drin. Das ist nicht nur bei Tinder so, sondern manchmal eben auch beim Handball. Wer sich Halbzeit und Endstand unseres Derbys gegen die SG Altona anschaut, könnte versucht sein zu denken, dass das Ding eigentlich nie gefährdet war. Da haben wir euch aber auf die falsche Fährte gelockt, denn so leicht wurde es uns nicht gemacht. Steffens Vorhersage vor dem Spiel: „Die kennen sich gut und sind ein unangenehm zu spielendes Team, so wie wir das auch mal waren“. Waren? Hallo? Was soll das denn heißen!?

Aber wie so häufig hatte er nicht ganz unrecht. Obwohl die erste Halbzeit jetzt nicht unsere Sternstunde war, hatten wir das Spiel trotz zahlreicher Fehlpässe und -würfe doch im Griff.

Was wir neben Werfen und Fangen manchmal auch nicht so gut können, ist frisch aus der Kabine zu kommen. Und so trug es sich zu, dass es irgendwann zwischen der 30. und 50. Minute zum Ausgleich und einem offenen Schlagabtausch kam. Die Verletzten- aka Ehemaligen- aka Ich-bin-nur-zum-pöbeln-hier-Ecke (was sich teilweise überschnitt) wurde langsam unruhig und versuchte, sich mit allerlei streng geheimen Gossip abzulenken, worauf hier und dort Bemerkungen laut wurden, dass man sich fühle, wie in einer Reallife-Ausgabe der „OK!“.

Dann kam es kurz zu einem Schreckensmoment, als eine Spielerin der SG nach dem Wurf unter Schmerzen vom Feld begleitet werden musste. Glücklicherweise bekam Kelly mit, dass dort wohl nur „etwas rausgeflutscht und wieder rein gedingst“ ist. Wir wünschen trotzdem gute Besserung!

Nach einer Umstellung auf eine defensivere Abwehr, fanden wir auch allmählich zurück ins Spiel, sodass es beim Stand von 19:18 Zitat: „langsam deutlich wurde“. Und so konnten wir uns innerhalb der letzten 10 Minuten doch noch absetzen und unserem halboffiziellen Motto „Ein gutes Pony springt nur so hoch wie es muss“ mal wieder alle Ehre machten. Manche Dinge ändern sich eben nie…

Aber was soll ich sagen: Das erste graue Haar bei mir ist da, dafür aber auch die ersten 2 Punkte. Ich denke, das ist es wert!

Wenn ihr auch Lust auf ein bisschen Granny- bzw. Grandpa-Style habt, dann schaut doch am Sonntag um 15 Uhr am Sachsenweg im schönen Niendorf vorbei. Da wir ja immer für eine Überraschung gut sind, stehen die Chancen gut, dass es am Ende vielleicht doch ein entspannter Handballsonntag wird. Und wenn nicht, dann bleibt danach noch genug Zeit für etwas Kaffee und Kuchen.

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