09.02.2020

FC St. Pauli 2 - SG Niendorf/Wandsetal 2 23:22 (11:8)

Heimspiel Thedestraße, 08.02.20, 18.45 Uhr

Schöne Grüße an deine Füße

Wenn ich an vergangenen Samstag denke, dann würde ich zusammenfassend sagen, dass das Motto des Universums lautete: „Freud und Leid möge sich die Waage halten!“. So stand zwar wieder ein Heimspieltag an, doch es blieb uns verwehrt, mit den anderen Teams in der Buda zu spielen. Stattdessen fand mit unserem Spiel die Gegenveranstaltung zu unseren Oberligateams in der Thedestraße statt, was irgendwie immer echt blöd ist. Aber ich will nicht rumheulen.

Wir machten das Beste draus und trafen uns also zum gemeinsamen anfeuern/pöbeln am frühen Nachmittag im lauschigen Wohnzimmer, um zumindest noch einen Teil des geselligen Beisammenseins mitzuerleben, bevor es schweren Herzens rüber ging, um sich unter nicht ganz so lauschigem Neonlicht den Gegnerinnen aus Niendorf zu stellen.

Fing dann auch alles gar nicht so negativ an: Dank der technischen Expertise von Anni lief zum ersten Mal in dieser Saison unsere Musikbox ohne Faxen, das Gang-Programm zum Aufwärmen hielt sich zeittechnisch diesmal auch im Rahmen und unsere neu erlernte Abklatsch-Choreo lief so geschmiert, dass man hätte denken können, sie wäre geprobt gewesen.

Und dann fanden sich auch noch tapfere Zuschauer in die Eishölle der Thede ein, um uns ein bisschen einzuheizen (Danke dafür!). Und so hatten wir das Spiel dank einer super Abwehr ziemlich gut im Griff. Durch ein wenig mehr Geduld im Angriffsspiel kamen wir vorn auch hin und wieder zum Erfolg und gingen top motiviert mit 11:8 in die Kabine und kamen wie immer ein wenig fahriger wieder heraus.

Machte aber nichts, denn dieses Mal dauerte diese Phase deutlich kürzer als sonst an und so konnten wir zeitweise mit 5 Toren davon ziehen. Doch dann gab es einen Bruch im Spiel…

Und das meine ich ganz wortwörtlich, denn bei einem Abschluss über den Kreis trat eine Abwehrspielerin unserer gerade genesenen Louisa so blöd auf den Fuß, dass für sie ab dem Zeitpunkt Schluss war. Diagnose: Mittelfußbruch (trotz des grenzenlosen Optimismus von Dr. Steffen, der bis zum Schluss allen (und vor allem sich selbst) einzureden versuchte, dass so eine Prellung ja auch sehr schmerzhaft wäre).

Ab da standen wir dann auch etwas neben uns, Niendorf kam bis auf ein Tor heran. Glücklicherweise kam auch der Abpfiff und Niendorf ging punktlos.

Anstatt also mit dem gesamten Team unseren reservierten Stammplatz bei Di Maria einzunehmen und unsere 2 Punkte zu feiern, fuhren die einen in die Notaufnahme und der Rest wartete auf genauere Informationen (trotzdem bei Di Maria).

Neben der Freud-Leid-Waage befand sich dann kurze Zeit später ein Gipsfuß auf dem Tisch. Glücklicherweise hatte Sandra viele bunte Stifte dabei, mit denen dieser triste Anblick in den wohl schönsten Gips Deutschlands, wenn nicht sogar der Welt, verwandelt wurde. Man muss das Beste draus machen!

Liebe Louisa, wir hoffen, dass unsere Kindergartenkunst dich jeden Tag erfreuen möge und wünschen dir eine ganz schnelle Genesung. Und wenn du nach deiner verletzungsreichen Saison manchmal an deiner Position zweifelst, dann trink ´ne Brause und denk an Alinas Worte: Kreis ist nice!

Deine Lieblingszweite

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