2026-01-21 21:58
TSC Wellingsbüttel 2 - FC St. Pauli 3 26:32 (13:19)
Auswärtspokalspiel in der Halle Am Pfeilshof am Montag, den 19.01.2026, um 19:30 Uhr
Montag, Müdigkeit und Magie – ein Pokalabenteuer
Es war einmal, in den ersten Tagen eines noch jungen Jahres, da feierte eine muntere Schar tapferer Handballheldinnen bis tief in die Freitagnacht hinein das neue Glück. Sie lachten, tanzten und ließen die Sorgen des alten Jahres hinter sich, bis die letzten Wunderkerzen verglüht und die guten Vorsätze leise eingeschlafen waren. Kaum jedoch hatte der Alltag wieder leise an die Tür geklopft, rief bereits das nächste Abenteuer: ein Pokalspiel am Montagabend. Neues Jahr, alter Ehrgeiz – und der Pokal, dieser launische Geselle, verlangte nach Aufmerksamkeit.
So machten sie sich aus allen Winkeln der Stadt im frühen Feierabend auf den Weg ins sagenumwobene Nirgendwo, das manche Sterbliche auch Wellingsbüttel nannten. Die Beine waren schwer wie nach einem langen Marsch, die Augen müde wie nach einer Nacht am Kaminfeuer. Denn es war Montag – ein Tag, von dem es heißt, er sei niemandes Freund. Doch sie wussten: Wenn der Wille erwacht, folgt der Körper oft schneller als gedacht.
Kaum war der Zauber des Anpfiffs gesprochen, zogen die Reisenden auf 1:3 davon. Doch die Bewohnerinnen von Wellingsbüttel ließen sich nicht so leicht verzaubern und glichen flugs zum 3:3 aus. Fortan wogte das Spiel hin und her wie das Meer im Sturm – ein Auf und Ab, wie es in jedem guten Märchen eben so ist. Immer wieder setzten sich die Heldinnen um drei Tore ab. Aus dem Rückraum, von den Flügeln und aus der Mitte – jede durfte einmal zaubern, der Ball gehorchte wie ein treuer Begleiter, und die Chancen fanden ihren Weg ins Netz.
Auf der gegnerischen Bank jedoch zogen dunkle Wolken auf. Die Pfiffe des Schiedsrichters wirkten wie kleine Blitze, schürten Unmut und ließen die Stimmen lauter werden. Doch die Heldinnen blieben standhaft, denn der Spielstand sprach eine deutlichere Sprache als jedes Gemurmel. Die Abwehr stand wie eine alte Burg aus Stein – ehrwürdig, wenn auch nicht immer beweglich. So fanden manche Fernwürfe ihren Weg durch die Mauern. Doch im Tor wachten Hüterinnen, deren Hände wie von Zauberhand gelenkt schienen und so manchen Ball aus der Luft pflückten. Schließlich wurde klar: Es brauchte einen neuen Zauber. Eine Auszeit, eine Umstellung – von 6:0 auf 5:1. Und siehe da: Bälle wurden erobert, das Tempo beschleunigte sich, und die Kontrolle kehrte zurück wie ein wiedergefundener Talisman.
Zur Halbzeit hielten die Heldinnen kurz in Stille inne, sammelten ihre Kräfte und schöpften neuen Mut, wie Reisende am Brunnen vor der nächsten Etappe. Dann begann der zweite Akt dieser Geschichte. Kaum war der Ball wieder im Spiel, geschah es: Eine Gegnerin griff im Gegenstoß nach Romis Hals – Rot war die Karte, eindeutig das Urteil. Von diesem Moment an rollte der Zug der Heldinnen unaufhaltsam weiter. Zehn Tore Vorsprung leuchteten bald auf der Anzeigetafel wie ein helles Leuchtfeuer: 17:27. Die Halle verstummte, Ruhe kehrte ein, und das Spiel nahm einen deutlich sicheren Lauf.
Doch wie in jedem Märchen schlich sich zum Schluss die Müdigkeit heran – leise, aber beharrlich. Die lange Pause, verschlossene Hallentore und verschobene Spiele forderten ihren Tribut. Wellingsbüttel kam noch einmal näher, bis auf sechs Tore. Die Luft wurde dünn, die Beine schwer wie Blei. Und auch das Kampfgericht schien einem Zauber erlegen – vielleicht glaubten sie gar, die Torhüterinnen hätten selbst Tore geworfen, so wundersam war mitunter die Zählung.
Am Ende jedoch blieb das Wesentliche: ein gewonnener Pokalkampf, ein intensiver Montagabend und ein Gefühl, das wirkte wie ein Zauberspruch fürs ganze Jahr:
Neues Jahr, gleiche Motivation. ✨
