2025-11-08 23:44
TSC Wellingsbüttel 2 - FC St. Pauli 4 22:33 (11:17)
(JAW-Pokal, 5.11.2025, 20:30, Grootmoor)
Besser
First we take Manhattan
Then we take Berlin
Leonard Cohen
Wie gut, daß es den Pokal gibt.
Wie gut, daß es diesmal gegen die zweite Mannschaft von Wellingsbüttel ging.
Wie gut, daß die eine Liga unter uns spielen.
In der Bezirksoberliga haben wir häufig Kontakt zu ernsthaft ambitionierten Mannschaften. Für das ungeübte Auge wirken die oft wie aus einem Guß – altersmäßig, von der Athletik her und auch optisch. Bei den ehrgeizigsten Teams gehen bestimmt alle zum selben Friseur.
Dagegen kommen wir nur schwer an (das ist durchaus handballerisch gemeint). So ein bißchen wären wir ja auch gerne etwas homogener. Im einen oder anderen Bereich. Aber das klappt nur bedingt.
Welle zwei war uns in dieser Hinsicht angenehm ähnlich: ein beherzter Griff in die Grabbelkiste und dann eine lustige Mischung aus alt und jung, schnell und langsam, haarig und weniger haarig, gut und nicht so gut aufs Parkett gestreut. Man kann das sympathisch finden.
Wir haben uns natürlich trotzdem fleißig gegenseitig aufs Maul gegeben und uns dann beschwert bzw. darüber beschwert, daß die anderen sich beschweren. Wie man das halt so macht in nem Pokalspiel. Ich würde das jetzt nicht direkt als „Pokal-Etikette“ bezeichnen, aber so ganz abwegig wäre das auch nicht.
Allerdings konnten wir deutlich besser Handball spielen als sie und über weite Teile des Abends haben wir das auch getan.
Liste positiver Dinge:
In beiden Halbzeiten hatten wir einen richtig guten Start.
Als alle noch Puste hatten, haben wir tolle Spielzüge gezeigt und wir waren supergallig in der Abwehr.
Nach den ersten Wechseln haben wir uns bald wieder gefangen und die Löcher in der Abwehr gestopft.
Als uns die Puste ausging und unsere Würfe daneben, haben wir eine zweite Welle relativ selten zugelassen.
Knapp 50% der Kreisanspiele kamen an.
Von den anderen 50% führten nur 30% zu einem direkten Gegentor.
Das Pflaster auf Hansis Cut nach dem Gesichtstreffer hat super gehalten.
Hansi und Marco haben auch super gehalten.
Max ist nur zweimal rausgeflogen.
Meine neuen Schuhe (dritte Lieferung per Post, weil man in Hamburg keine Schuhe mehr kaufen kann) passen.
Die Getränke waren reichlich.
Michi Schiweks fetter BMW fährt nicht in proletarischere Stadtteile als Eppendorf, aber Hamburgs Öffis haben Simon und mich auch nachts um elf noch gut heimgebracht.
Und natürlich sahen wir in den neuen Trikots rattenscharf aus – mit dem Logo vom Eisladen mitten auf der Plautze und dem Konterfei von Hakan Abi überm Hüftring und dem Schnabeltier im Nacken.
So kann’s weitergehen.
(arne)
Es spielten: Hansi (Tor), Marco (Tor), Nils, Michael H., Michael „Michel“ S., Dennis, Arne, Holger, Simon, Hendrik, Mo, Max, Marvin; auf der Bank: Wilde (Coach), Alv (Edelfan), Korbi (Edelfan)
