04.02.2019

TSV - Ellerbek 23:19 (10:10)

Auswärtsspiel am 04.02.2019, 18.30 Uhr, Sporthalle Rugenbergner Mühlenweg

Oooh oh oh oh ohh oh ohhhh

 

Aufmerksame Leser unserer Spielberichte werden beim Lesen dieses Textes schnell merken:

Kenn‘ ich.

Gab‘s schon mal.

Wurde so schon mal geschrieben.

Stimmt alles.

Was auch stimmt: In Zeiten, in denen „sein Essen teilen“ eigentlich kaum noch den altruistischen Akt der Speisung Bedürftiger, sondern viel mehr das Fotografieren und online Stellen der eigenen Mahlzeit umschreibt, ist aufgewärmtes Reste-Essen ungefähr so sexy wie ein Howard-Carpendale-Konzert.

Aber frei nach dem Motto „Lieber gut nachgemacht als schlecht selbst ausgedacht!“ gibt es heute trotzdem ein Remake dieses Klassikers der Spielberichterstattung. Einfach weil ich keine Zeit und Lust habe, mir was Neues auszudenken. Ganz besonders nach diesem ? ? ? # -Spiel gestern!

Also:

Frühjahr. Fußball-Pause. Zeit der Handball-Großereignisse. Und was war das dieses Jahr mal endlich wieder für ein Spektakel? Ganz Deutschland im Handball-Fieber. Alle für unser Team. Der Böse Wolf und das Handgelenk der Nation. „Und die Chöre sing‘ für dich!“

Ein Leichtes wäre es, mit einzustimmen in das allgemeine „Was fehlt noch zum Triumph? Ein Welt-Star im Rückraum vielleicht?“ Aber an dieser Stelle soll ein anderer Aspekt beleuchtet werden. Und zwar das mit dem ganzen Eventgedönse. Und den Fans. Haben wir ein Fanproblem?

Fangen wir mit ein paar einfachen Fragen an.

  • Wie kann es einen Gott geben, wenn beim Handball so abgrundtief unsägliche, ja quasi gottlose Musik gespielt wird?
  • Wieso verunstalten sich dieselben vernunftbegabten Wesen, die stundenlang über der Auswahl ihres Profilbildes in den sozialen Netzwerken brüten, dermaßen und nehmen billigend in Kauf, dass sie bei Spielpausen millionenfach im Fernsehen zu sehen sein werden? (Wer hat die Nase vorn im Ranking der optischen Tiefschläge: die bei unseren Gallischen Nachbarn so beliebte Obelix-Kostümierung mit Zöpfen und Schnauzer? Oder der deutsche Vokuhila-Dauerwellen-Klassiker in Schwarz-Rot-Gold? Die Frage konnte bei Redaktionsschluss leider noch nicht abschließend geklärt werden.)
  • Wann wird „Klatschpappe“ endlich zum Unwort des Jahres?
  • Und: Wer hat eigentlich entschieden, dass Länderspiele sportartübergreifend sein müssen wie Schlager-Move im Sitzen?

Das sind brennende Fragen unserer Zeit. Aber: Keine Gelbweste weit und breit, die sich dieses Themas annimmt. Kein besorgter Bürger bei Pegida, der deswegen die Kultur des Abendlandes in Gefahr sieht. Klar, geht ja nicht um Diesel-Grenzwerte oder um „eine Schwemme“ von hilfsbedürftigen Menschen mit mal wirklichen Problemen.

Ich hingegen finde: Lasst uns nicht länger wegschauen – oder eben hinschauen. Lasst uns diesen offensichtlichen Angriff auf die Würde unserer Sportart so nicht hinnehmen. Lasst uns aufstehen und frei nach Heinz Strunk sagen – nein, lasst uns SCHREIEN: „Von Großsponsoren veranlasste Laola-Wellen gegen den Klima-Wandel empfinde ich als persönliche Beleidigung. Zumal dann, wenn die Parkplätze der in der Regel gut an den ÖPNV angebundenen Arenen voll sind mit: Autos!“

 

Und trotzdem: Handball verbindet Nationen. Handball sorgt selten für Ausschreitungen zwischen den Fans. Handball klingt vielleicht manchmal wie eine Großraum-Disko im ländlichen Raum und Fan-Gesänge mögen die Ausnahme sein, aber dafür gibt es auch keine rassistischen, homophoben, sexistischen Banner oder Äußerungen – zumindest keine hörbaren (die Chöre sing‘ zu laut) oder sichtbaren (Wer Klatschpappen hält, kann keine Banner halten).

Und um zu demonstrieren, wie international integrierend unser schöner Sport ist, haben wir weder Mühen noch Kosten gescheut und namhafte Wissenschaftler damit beauftragt, die völkerverstän­digende und aufklärerische Wirkung dieses schönen Sports zu beweisen. Sie haben sich einen ohnehin schon lesenswerten, mit Aphorismen nur so gespickten Text, ein Juwel der Literatur, ein leuchtendes Beispiel der deutschen Sprachkunst hergenommen. Was lag da näher als ein Spielbericht aus der Oberliga Hamburg-Schleswig Holstein? Dieser Text wurde mit Hilfe eines Online-Übersetzungs­programms zunächst in jeweils eine der drei Fremdsprachen Englisch, Französisch und Bulgarisch übersetzt. Anschließend wurde dann mit demselben Übersetzungsprogramm die Übersetzung rückgängig gemacht. Das Ergebnis waren mehr oder weniger deutsche Texte, die Aufschluss geben sollen über die Affinität der entsprechenden Nationen untereinander und zum Handball überhaupt… oder so ähnlich…

Zunächst einmal der pfiffige Bericht.

 

Es gibt so Tage. Da kannste nix machen. Alles läuft ganz gut. Eigentlich fühlst du dich gut. Eigentlich klappt auch alles. Und trotzdem haut es nicht hin. Der Ball will einfach nicht ins Tor.

Zwar konnten wir in der ersten Halbzeit unser Ziel eines temporeichen und druckvollen Spiels aus einer kompakten und konsequenten Abwehr heraus gut umsetzen. Aber allzu oft scheiterten wir am gegnerischen Torhüter. Als dann auch unser Über- und Unterzahlspiel nicht so funktionierte, wie wir es uns vorgenommen hatten, war das Spiel trotz gefühlten Übergewichts in Angriff und Abwehr offen.

In der zweiten Hälfte kamen leichte Fehler im Angriff und ein phasenweises Nachlassen in der Abwehr hinzu. Und der Typ im gegnerischen Tor hielt noch besser. Dass wir trotzdem nicht auseinander gebrochen sind, unsere Linie halbwegs halten konnten und nur 23 Tore kassierten, zeigt, was an diesem Tage möglich gewesen wäre – bei halbwegs normaler Chancenauswertung.

Aber, wie gesagt: Gibt halt so Tage…

 

Und hier die Deutsch-Englisch-Deutsch-Übersetzung:

 

Es gibt so Tage. Weil kannste nichts macht. Alles läuft ganz gut. Wirklich fühlen Sie sich gut. Wirklich, alles auch Klatschen. Und, dennoch, schlägt es nicht. Der Ball will einfach im Tor nicht.
Obwohl wir in der ersten Halbzeit unser Ziel eines Spieles bewegen konnten, das mit dem Druck voll ist und am Tempo von einer kompakten und logischen Verteidigung gut reich ist. Aber viel zu häufig haben wir wegen des gegenüberliegenden Torwarts gescheitert. Als dann auch unser Spiel von Zudecken und Unternumber auf solche Art und Weise nicht fungiert hat, weil wir dafür geplant hatten, war das Spiel trotz gefühlten Übergewichts während des Angriffs und der Verteidigung offen.
In der zweiten Hälfte leichter Fehler ist während des Angriffs und der phasenklugen Verminderungen der Verteidigung gekommen. Und der Typ im gegenüberliegenden Tor hat noch besser gehalten. Die Tatsache, dass wir, dennoch, unsere Linie mehr oder weniger nicht gebrochen haben, konnte halten und hat nur 23 Tore, Punkte gesammelt, was an diesem Tag - durch die mehr oder weniger normale Zufallseinschätzung möglich gewesen wäre.

Aber, wie gesagt: Gibt gerade so Tage

 

 

Das haben die alten Weltmeister daraus gemacht:

 

Vor Tagen. Weil kannste nichts machen. Alles läuft ganz gut. Offen gesagt fühlst du dich gut. Offen gesagt geht alles auch. Und trotzdem klopft das nicht da. Der Ball will in der Tür nicht einfach.
Sicher konnten wir in der ersten Halbzeit unser Ziel eines reichen Spieles schnellstens wirklich umstellen und vom Druck einer kompakten und konsequenten Verteidigung voll. Aber zu oft strandeten wir dem gegnerischen Torwart. Wenn unser Repique und Spiel der Unterzahl dann auch nicht so funktionierte, wie wir es untergenommen hatten, wurde das Spiel trotz des Überschusses von Gewicht geöffnet, der im Angriff und der Verteidigung angefühlt ist.

In der zweiten Hälfte verbanden sich die leichten Fehler im Angriff und den Übergaben der Art der Phase in der Verteidigung miteinander. Und der Typ in der gegnerischen Tür hielt noch besser. Das, dass wir trotzdem nicht gebrochen sind, unsere Linie ungefähr, konnten halten und zogen nur 23 Türen ein, beweist, das Mögliches dieser Tag gewesen wäre - bei der normalen Schätzung Chancen ungefähr.

Aber, wie auf so genannte Art: Geben halt Tage

 

 

Und zum Schluss noch mein Favorit: Bulgarien!

 

Es gibt Tage. Sie können nix. Alles geht sehr gut. Du fühlst dich wirklich gut. In Wirklichkeit funktioniert alles. Und immer noch ist er nicht. Die Kugel nicht nur in der Tür.
Obwohl wir fähig waren, gut das Ziel des schnellen und starken Spiels der kompakten und konsequenten Verteidigung in der ersten Mitte zu implementieren. Aber mit zu viel Häufigkeit versagen wir im Pförtner des Widerspruchs. Dann war unser Überschuss und unter nicht so ausgearbeitetem Zahlspiel, wie hatten wir das Spiel trotz percibimos Übergewicht in Angriff gemacht und Verteidigung offen.
Kleiner Irrtum wurden Slacking im Angriff und einer weisen Phase in der Verteidigung in der zweiten Hälfte hinzugefügt. Und das Kind ist in der widrigen Pförtnerloge sogar besser gewesen. Den wir jedoch nicht demontieren, hat unsere Linie zerbrochen er könnte vernünftig und nur 23 gewährte Treffer durchführen, er zeigt das, was in diesem Tag in mehr oder weniger Schätzung der normalen Gelegenheit möglich gewesen war.
Aber, weil ich gesagt habe: dort kaum einige Tage. . .

 

Wir sehen uns in der Halle – gerne bunt, gerne schrill, gerne laut. Aber ohne Klatschpappen, bitte!

Eure Erste!

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