20.02.2018

TSV Ellerbek 4 - FC St. Pauli 4 23:24

17.02.2018, 18:30 Uhr Ellerbek

Jakobs wilde 13

Vierter Sieg in Folge, in der Rückrunde noch ungeschlagen – wir grüßen weiter von Platz 2 der Tabelle.

Da gibt es natürlich nichts zu meckern, natürlich freuen wir uns. Aber der Sieg wurde auch teuer erkauft. Unsern Käpt‘n hat es am Knie erwischt, wie doll, ist noch nicht raus – Kolle, wir drücken ganz feste die Daumen, zum Glück haste ja n Top-Sportarzt.

Gerumst hat es bei unserm Spielmacher bereits in der ersten Hälfte, erst in der Abwehr, nach einem Tempogegenstoß unmittelbar im Anschluss ging dann gar nichts mehr.

In der Phase wogte das Spiel hin und her. Der Start war für uns verheißungsvoll, vier Mal Jakob zum 4:2 nach zehn Minuten – Hammer, der Bursche schien mir da schon irgendwie wütend… Danach erarbeiteten sich die Ellerbeker wieder leichte Vorteile, in die Pause gingen sie mit zwei vor.

Da mussten wir uns schon eine neue Strategie ausdenken, ohne Kolle hieß es, das System ständig zu variieren, mal viel mit Einläufern spielen, mal mit allen Linkshändern – von denen wir wahrlich einige gute haben.

Zunächst aber fruchtete das noch nicht so. Als wir nach 40 Minuten mit 13:17 hinten lagen, sah es wirklich brenzlig aus. Doch dann begannen die Jakob-Festspiele erst so richtig. Ich glaube, er war jetzt noch wütender. Warum eigentlich? Is doch egal, und stimmt auch gar nicht, aber er traf einfach wie verrückt und aus allen Lagen.

Doch dann der nächste Nackenschlag: Bei einem Tor dran musste Tim, bis dahin der Abwehr-Organisator, nach drei Mal zwei Minuten runter. Zur Strafe schießt Jakob den Ausgleich. Dann guckt Inge noch einen 7m raus – zum Keeper komm ich gleich nochmal – und danach liegen wir nach zwei blitzsauberen Matze-Dingern – eins nach einer Inge-Hail-Mary – mit zwei Toren vorne. Ellerbek nu mit Manndeckung erneut zum Ausgleich, aber nicht lange, weil wir mit zwei Mal Jakob freispielen kontern und wieder zwei vor sind.

Dann Minute 56:22 auf der Uhr: Ellerbek im Angriff, eins-gegen-eins auf Halbrechts, Tor – und Jakob muss auch noch für nix raus – find ich jedenfalls. Aber wir, jetzt alle so richtig wütend, hauen und nochmal so richtig rein, überstehen die Unterzahl, dann kommt Jakob wieder rein, dummdidumm über rechts, und nach zehn Sekunden Tor Nr. 12 zum 23:21 für uns, bei noch 1:20 zu spielen.

Der Rest ist schnell erzählt. Ellerbek trifft noch zwei Mal, wir aber auch noch ein Mal – Jakob und die wilde 13 eben. Mit einem gewonnen – reicht.

Lob gibt es natürlich für alle – eine gigantische Mannschaftsleistung unter widrigen Bedingungen. Aber besondere Erwähnung hat sich – neben J – unser Keeper Inge verdient. Nachdem wir ihn gegen Elmshorn oft alleine gelassen haben, stand die Deckung diesmal sicher besser. Aber was Inge dann trotzdem noch alles rausgeholt hat, war schon gigantisch.

Jetzt hoffen wir auf gute Nachrichten für den Käpt‘n.

Forza, eure 4. Männer!

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